Freitag, 17. August 2001
Erfolgreiches 1. Halbjahr 2001
 In der wirtschaftlich allgemein schwierigen Zeit erweist sich die IT-Branche nach wie vor noch als relativ stabiler Baustein. Dabei kehrt aber auch in diesem Wirtschaftszweig eine gewisse Beruhigung ein. Nichtsdestoweniger hat die CKC im 1. Halbjahr Erlöse in Höhe von 4,4 Mio € erzielt. Damit liegen die Umsätze 29% über denen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes (3,4 Mio. €). CKC liegt mit dieser Entwicklung nicht nur wieder deutlich über den Zahlen des Vorjahres, sondern auch über den für die Branche durch führende Marktforschungsunternehmen prognostizierten Werten. Diese bewegen sich, je nach Institut, eher um die Nulllinie.

Im einzelnen entspricht die Entwicklung den Erwartungen der Geschäftsführung. Einem gemäßigten Wachstum (+ 9,5%) im Bereich der Legacy-Systeme auf 1,91 Mio. € (Vorjahr 1,75 Mio. €) steht ein überdurchschnittliches Wachstum im Bereich der Web-Technologien gegenüber. Hier verdoppelte sich der Umsatz auf knapp 1 Mio. € (Vorjahr 0,48 Mio €). Auch die übrigen Bereiche mit Data-Warehouse-Systemen (+ 77%) und System Management (+ 120%) zeigten eine gute Entwicklung.

Die regionalen Standorte lassen sich nur bedingt auf der „Basis Umsatzentwicklung“ beurteilen. Für die Region Süd-West (Büro in Mainz) wurden im 1. Halbjahr 2000 kaum relevante Umsätze erzielt. Daher liefert der Vergleich in diesem Bereich keine Erkenntnisse. Der im ersten Halbjahr dieses Jahres erzielte Fehlbetrag sollte im 2. Halbjahr ausgeglichen werden. Diese Entwicklung ist umso bedeutender, als CKC Mainz sich personell bereits gut aufgestellt hat. Auch ohne Ausweitung der Personalaufwände ist CKC in der Lage, in Mainz den Umsatz im zweiten Halbjahr mindestens zu verdoppeln.

In der Region Nord (Büro in Hamburg) stieg der Umsatz bis Juni auf knapp 0,5 Mio. € (+ 39,5 %). Hier standen im Rahmen der Planung einer Umsatzerweiterung ebenfalls deutlich gestiegene Personalkosten an. Der Deckungsbeitrag ist infolgedessen noch nicht zufriedenstellend.

Im gesamten Unternehmen stellt sich die Ertragslage stabil und gut dar. Es wurde ein EBIT in den ersten sechs Monaten von 14,22% erzielt. Damit bewegt man sich auf dem Vorjahresniveau (bis 06/2000: 14,78%). Erfahrungsgemäß ist das 2. Halbjahr bezüglich der Bruttorendite allerdings das schwächere. Das liegt u.a. daran, dass die Erfolgsbeteiligung für die Belegschaft erst zum Jahresende fällig wird. Aus der Sicht des Geschäftsführers Christian Krentel zeigt sich damit die Geschäftssituation der CKC als stabil: Im Bereich der Geschäftsfelder und der Größenordnungen des Wachstums zählt das Unternehmen zur New Economy. Im Bereich der betriebswirtschaftlichen Führung herrscht das Kredo der Old Economy.

Mit der Gesamtentwicklung ist CKC daher sehr zufrieden. Als schmerzlich empfindet der Geschäftsführer dagegen die negativen Auswirkungen durch die Probleme in der New Economy. So hat CKC nach dem Niedergang der YIC AG, trotz intensiver Bemühungen um die Rettung von Arbeitsplätzen und Geschäftsfeldern, nicht wirklich helfen können. Lediglich zum Erhalt der Ausbildungsplätze konnte die CKC beitragen, in dem Sie den Auszubildenden im Berufsbild Fachinformatiker und Bürokauffrau das Angebot machte, ihre Ausbildung bei der CKC fortzusetzen, was auch teilweise angenommen wurde. Es bleibt laut Herrn Krentel allerdings das Fazit, das Arbeitsplatzverluste in dieser Größenordnung für die Region Braunschweig nur sehr schwer zu verkraften sind.

Im Bereich der Ausbildung wird die CKC mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 01.08. neue Wege beschreiten. Zukünftig wird im Bereich der Berufsakademie zum/zur Diplom-Informatiker(in) BA ausgebildet. Der Grund liegt hier in der wesentlich höheren Ausbildungsqualität in der Berufsakademie. Diese entsteht durch bessere personelle Ressourcen, eine bessere technische Ausstattung und durch den erhöhten Anspruch an die Auszubildenden.

Schließlich konnte – mit erheblicher Verzögerung – ein Verwaltungsvorgang positiv abgeschlossen werden. Es gelang im Juli 2001 (erste notarielle Beurkundung im Dezember 2000), die Verlegung des Firmensitzes aus dem Bereich des Handelsregistergerichtes Wolfenbüttel nach Braunschweig zu vollziehen.